FACE/project: Bilder, die einen Blick hinter die Fassade riskieren
Wie können Bilder Schönheit thematisieren? Wie den Charakter eines Models hervorheben, ohne nur an der Oberfläche zu kratzen? Fashion-Fotograf Michelangelo Di Battista und die Künstlerin Tina Berning stellten sich dieser Aufgabe gemeinsam. Heraus kamen zahlreiche, unverwechselbare Kunstwerke, die im Rahmen der Ausstellung FACE/project in Berlin als Bestandaufnahme moderner Schönheit jedes für sich einen Blick hinter die Fassaden der glatten Modelgesichter wagen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, was nicht allein der jahrzehntelangen Berufserfahrung der beiden Künstler, die bereits für die Vogue arbeiteten, zu verdanken ist. Ungewöhnlich ihr Zusammenspiel, bei dem die steril aufgenommenen Portraits Battistas durch Zeichnungen und Kommentare neues Leben erlangen. Nicht nur die über 30 Topmodels, darunter Estée Lauder-Gesichter Hilary Rhoda, Constance Jablonski und Liu Wen, werden so in ein ganz neues Licht gerückt, auch die Grenzen zwischen Modefotografie, Zeichnung und Malerei verwischen.
Infos:
Galerie Camera Work, Kantstraße 149, Berlin-Charlottenburg
Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Oktober.


Auch wenn ich mit People-Fotografie nicht viel am Hut habe: Ein interessanter Artikel und sicher auch eine Ausstellung, die man nicht verpassen sollte. V.a. schön zu sehen, wie Fotografie und Kunst – scheinbar unvereinbar – auch mal zusammen kommen!
Muss ich mir auf alle Fälle ansehen! Danke euch für den Tipp!!!
Grundsätzlich ist das nichts neues, die Verbindung von verschiedenen Kunstrichtungen. In diesem Fall scheint es aber sehr gelungen zu sein aufgrund der Fotos. Ich persönlich finde die Kombination von polarisierenden oder gegenseitigen Stilrichtungen sehr spannend. Gibt es ja in der Mode auch bei der Verwendung von unterschiedlichen Materialen/Stoffen oder beim Wohnen die Kombination von modern und alt! Gegensätze wirken sehr kontrastreich und spannend. LG, Sandee
Immer wieder neue Dinge auszuprobieren und zu finden, treibt uns hoffentlich alle an. Finde die sterilen Fotos der Models in Kombination mit den künstlerischen Elementen ganz spannend. Vor allem das Bild mit den darüber gelegten “Stoffen” finde ich irgendwie spannend. Wäre ich in Berlin zu Hause, würde ich die Ausstellung bestimmt besuchen.
Hallo Luciennebaba, aufgrund von eurem Artikel habe ich mir heute die Ausstellung angeschaut – hat mir sehr gut gefallen. Vor allem wirken die Bilder an einer großen Wand noch viel besser. Vielen Dank für den Tipp!